Streichinstrumente
Kontrabass
Kontrabass: Das größte und tiefste Streichinstrument; es wird stehend oder auf einem hohen Hocker sitzend aufrecht gehalten. Der aus der westlichen Musik stammende Kontrabass kam im 20. Jahrhundert in die Fasıl- und Rundfunkensembles der türkischen Musik sowie in die städtische und Unterhaltungsmusik und übernahm die tiefste Stimme des Ensembles.
Kurz gefasst
- Familie: Streichinstrument; größtes und tiefstes der Streichinstrumente
- Herkunft: Europa; gilt als Nachfahre des Violone, des großen Mitglieds der Gambenfamilie
- Korpus und Material: Etwa 180 cm hoch; Decke aus Fichte, Boden aus Ahorn, abfallende Schultern
- Saiten: Meist 4, in Quarten E–A–D–G gestimmt; es gibt auch 5-saitige
- Stimmung / Tonumfang: Klingt eine Oktave tiefer als notiert
- Spielweise: Stehend oder auf einem Hocker aufrecht gehalten; gestrichen oder mit den Fingern gezupft
- Musik: Orchester, Jazz, Unterhaltungsmusik; in der türkischen Musik Fasıl- und Rundfunkensembles
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Geschichte
Der aus der westlichen Musik stammende Kontrabass kam im 20. Jahrhundert in die Fasıl- und Rundfunkensembles der türkischen Musik sowie in die städtische und Unterhaltungsmusik und übernahm die tiefste Stimme des Ensembles.
Bauweise
Er besteht aus einem sehr großen Holzkorpus mit abfallenden Schultern, zwei f-förmigen Schalllöchern, einem langen bundlosen Griffbrett, einer metallenen Stimmmechanik und einem Stachel, der den Korpus auf dem Boden abstützt. Meist hat er vier Saiten in Quartstimmung.
Spielweise
Er wird stehend oder auf einem Hocker sitzend aufrecht gehalten; er kann gestrichen oder mit den Fingern gezupft (Pizzicato) werden. In türkischen Musikensembles wird er häufig gezupft.
Stellung in der Makam-Musik
Obwohl er als bundloses Instrument die Kommas greifen könnte, stützt er im Ensemble meist Grundstufen wie Karar und Güçlü sowie die Akzente des Usul aus der Tiefe und verleiht dem Ensemble Tiefe.
Für den Anfang: Arten, Maße, Stimmung
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Meister auf Aufnahmen
Wer dieses Instrument auf Aufnahmen der Werke im Notenarchiv spielt (MusicBrainz).
Häufige Fragen zum Kontrabass
Was ist der Unterschied zwischen Kontrabass und Violoncello?
Der Kontrabass ist das größte Mitglied der Streicherfamilie; er wird im Stehen oder auf einem hohen Hocker gespielt, seine Saiten sind in Quarten gestimmt (E, A, D, G), und er klingt eine Oktave tiefer als notiert. Das Violoncello ist kleiner, wird im Sitzen gespielt und in Quinten gestimmt. Während sich das Violoncello gut für Melodien eignet, bildet der Kontrabass im Ensemble das tiefste Fundament.
Kann man auf dem Kontrabass Kommas greifen?
Ja, da das Griffbrett bundlos ist, lassen sich die kommahaltigen Tonstufen der Makams greifen. Im Ensemble besteht die Aufgabe des Kontrabasses aber meist darin, Haupttonstufen wie Grundton und Dominante sowie die Betonungen des Usul in der Tiefe zu geben; deshalb sind feine Kommaunterschiede in der tiefen Lage weniger hörbar. Dennoch stützt ein guter Spieler die Stimmung des Ensembles, indem er jede Tonstufe dem Makam entsprechend greift.
Ist Kontrabass schwer zu lernen?
Wegen des großen Korpus und der dicken Saiten verlangt er Körperkraft und große Fingerspannweite; in den ersten Wochen müssen sich die Fingerkuppen gewöhnen. Dafür lernt man grundlegende Begleitmuster relativ schnell. Da er in Ensembles der türkischen Musik meist mit den Fingern (pizzicato) gespielt wird, ist eine gute Kenntnis der Usul-Muster ebenso wichtig wie die Bogentechnik.
Kann ich den Kontrabass auf dieser Website spielen?
Ja. Die Schaltfläche „Im Browser spielen“ öffnet den virtuellen Kontrabass; die Töne sind Kontrabassnoten aus den frei nutzbaren Instrumentenaufnahmen der University of Iowa. Die Tonstufen des gewählten Makams erklingen mit ihren Kommawerten; da sehr tiefe Töne über Handylautsprecher schwach klingen können, erzielst du mit Kopfhörern bessere Ergebnisse.